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Das blaue Portal

  

von Peter Lancester

Genre:  Fantasy
Reihe:  1. Teil Die Chroniken der Anderwelten
Verlag:  Eldur (2004)
Sprache:  deutsch
Übersetzung:  ----
ISBN:  978-3937419015
Bindung:  Taschenbuch
Seiten:  366


Leseprobe zur Leseprobe

Kurzbeschreibung: Eine Burg in Hessen zu Beginn der 80er Jahre. Sitz einer verschrobenen Adelsfamilie, deren jüngster Sproß die fünfzehnjährige Eva ist. Mit dem Auftauchen merkwürdiger Wesen im Keller hält der Wahnsinn im Gemäuer Einzug. Eine scheinbar unendlich in die Tiefe reichende Treppe führt zurück ins Mittelalter - und noch weiter, tief in das Herz uralter Sagen, Mythen und Legenden.

Rezension: Ein Fantasyroman der etwas anderen Art, was mir so noch nicht untergekommen ist. Eine ungewöhnliche Mischung aus Phantastischem und Historischem, der mich in den Bann gezogen hat.

Alles beginnt mit einer seltsamen Begegnung zwischen zwei Welten in der schaurigen Kulisse einer alten Burg und ihren Gewölben und der Entdeckung des blauen Portals. Im Verlauf der Geschichte erfährt der Leser vieles über die Personen und ihre Lebensgeschichte. Dazu bedient sich der Autor vieler Zeitsprünge, Rückblicke und Szenenwechsel, sodass der Leser parallel zu bestimmten Ereignissen viel über die Hintergrüne erfährt, ohne jedoch Spannung einzubüßen. Aussergewöhnlich ansprechend sind hierbei die historischen Hintergründe, die die Story abrunden und eine Brücke zwischen Mythos, mittelalterlichem Aberglauben und modernen Ansichten, Faszination für das Unbekannte schlagen.

Besonders die vielfältigen Persönlichkeiten der Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und ihr Umgang mit der Entdeckung dieser neuen Welt wird durch Spannung, Humor und sogar Liebe in einen wunderbaren Rahmen verpackt. Am interessantesten ist die Tatsache, dass sich alles um diesen einen Einschnitt ins Leben dreht - wobei die einen neuen Lebensmut finden, während die anderen daran zu zerbrechen drohen. Schockierend fand ich aber manche Szenen, die an Grausamkeit nicht zu überbieten sind, da sie besonders blutig ausfielen. Vielleicht kamen sie mir aber auch nur so vor, da die Szenerie von mitreisender Phantastik und Normalität plötzlich umschlägt und ins detailierte Blutvergießen übergeht. Diese Wechsel erwecken daher ein besonders schauriges Bild der Szene.

Eine mitreissende Geschichte, die mir, was bestimmte Textpassagen betrifft, sehr aus dem Herzen gesprochen hat, da der Autor seinen Charakteren gewisse Ansichten in den Mund legt, die für mich nicht klarer formuliert hätten sein könnten. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der einfach mal etwas anderes lesen möchte. Der Autor hat eine wunderbare, neue Welt erschaffen, die den Leser in ihren Bann zieht und nicht mehr los lässt.

Bewertung:

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