Menü |
Aktuelle Lektüre |
Statistik |
| Bücher gesamt: 197 Rezensionen: 47 Serien & Zyklen: 52 Ungelesen [SuB]: 209 Wunschliste: unzählbar Bibliographien: 9 |
Göttergrab
von Frédéric Neuwald

Genre: Mysterythriller
Reihe: 2. Teil Les Feux d'Héphaïstos
Verlag: Droemer Knaur (2007)
Sprache: deutsch
übersetzung: Nora Schreiber
ISBN: 978-3426632048
Bindung: Taschenbuch
Seiten: 347
Kurzbeschreibung:
Morgan Lafet, Archäologe im Pariser Louvre, kann es kaum glauben: Plötzlich taucht sein alter Mentor, der
geheimnisvolle Helios, wieder auf und hat einen höchst dubiosen Auftrag für ihn: Er soll das Grab des ägyptischen
Gottes Anubis finden, in dem die Schakalsmaske ruht, die das Geheimnis des ewigen Lebens birgt! Eigentlich hat Morgan
im Augenblick ganz andere Sorgen, denn sein Vater wurde gerade unter dem Vorwurf der Spionage in Indien verhaftet.
Widerwillig lässt sich Morgan auf die Suche nach dem geheimnisvollen Grab ein, die immer mehr zur Menschenjagd wird,
bei der alle schmutzigen Tricks erlaubt sind
Rezension:
Der zweite Band "Göttergrab" hat mir noch ein wenig besser gefallen als der Erste. Die Geschichte beginnt wie im Vorband
mit einem mysteriösen Auftrag des noch mysteriöseren Helios und eine wilde Schatzsuche beginnt.
Auch die Handlung nimmt wie im ersten Teil einen schnellen und spannenden Lauf und es gibt viele Abenteuer zu bestehen,
während die Helden durch viele historische Städte und Landschaften reisen. Diesmal bleiben dem Leser etliche, hochtrabende
Spezialistengespräche erspart, die mehr verwirrend waren. Das große Rätsel um Anubis ist schlicht und doch komplex gehalten.
Insgesamt finde ich, ist der Mystery-Anteil diesmal ausgewogener und fesselnder. Wobei ich mich als Leser sowieso eher für
ägyptische Geschichte begeistern kann, als für griechische Philosophen.
Der Autor hat es zum Glück verstanden, wie im ersten Band, langatmige Passagen auszulassen, sodass der Leser sich beruhigt dem
Lesefluss hingeben kann.
Was da Buch allerdings spannender macht als den ersten Band? Einige spannende Wendungen und Offenbarungen, eine unerwartete
Tragödie sowie daraus resultierende gesteigerte Sympathie für den Protagonisten - unseren Superhelden Morgan, der in diesem
Band sehr viel menschlicher rüber kommt. Besonders das Cliffhanger Ende hat es mir angetan. Aber nicht, weil die Story nicht
zufriedenstellend beendet wird - das Abenteuer findet ein aufklärendes, wenn auch schnell herbeigezogenes Ende - sondern wegen
der Tragweite eines bestimmten Ereignisses am Ende sowie dem Versprechen, das alle enger zusammenschweißt.
Mir haben wieder einmal einige Passagen besonders gut gefallen, da ich eine Schwäche für schwarzen Humor habe. Auch
den kleinen Rückschlag für Morgans Ego in Bezug auf Cassandra hat mich zum Lachen gebracht. Allein für diese, wenn
auch rar gesäten Textstellen, hat sich das Lesen gelohnt.
Es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht, dass Buch zu lesen und ich bin nun richtig gespannt auf eine Fortsetzung.
Ich kann jedem, der "Götterschwert" gelesen hat, nur empfehlen diesen Band auch zu lesen. Wenn auch nicht umwerfend, so
ist es doch ein sehr spannendes Buch. Das Ende lässt die Handlung zwar im Nachhinein unwichtig erscheinen, doch findet alles
einen gelungenen Abschluss und macht Lust auf mehr.
» zurück