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Götterschwert

  

von Frédéric Neuwald

Genre:  Mysterythriller
Reihe:  1. Teil Les Feux d'Héphaïstos
Verlag:  Droemer Knaur (2005)
Sprache:  deutsch
übersetzung:  Nora Schreiber
ISBN:  978-3426632031
Bindung:  Taschenbuch
Seiten:  368


Kurzbeschreibung: Der Archäologe Morgan ist jung, dynamisch und begeisterungsfähig - und langweilt sich tödlich in seinem trockenen Museumsjob im Louvre. Als er im Nachlass eines bekannten Wissenschaftlers auf ein mysteriöses Schwert stößt, ist sein Interesse sofort geweckt: Stammt dieses Schwert aus dem Grab Alexanders des Großen? Aber wieso besteht es dann aus einem Material, das zu jener Zeit noch völlig unbekannt war? Morgan gelingt es, die Mittel für eine kostspielige Expedition aufzutreiben - und muss bald entdecken, dass er nicht der Einzige ist, der hinter dem Geheimnis her ist. Die Expedition wird zu einem Wettlauf gegen die Zeit, und Morgan erkennt, dass er größeren Dingen auf der Spur ist als dem Grab eines toten Heerführers.

Rezension: Götterschwert - ein Roman voller Abenteuer, Mystik, Geschichte und Geheimnisvollem. All das hört sich eigentlich nach tollen Zutaten für einen spannenden Abenteuer an.

Vorweg: es hat mir sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Es wird zwar nicht zu den Büchern gehören, die ich immer wieder lesen werde, aber auch nicht zu denen, die man schnell wieder vergisst.

Erstlingswert hin oder her, die Charaktere sowie die Story sind durchaus ansprechend, obwohl ich vom Klappentext ausgehend weitaus mehr erwartet habe. Der "Held" des Buches erfüllt zwar mehr als nur ein Klischee [groß, stark, Blond, eine verwegene Narbe, intelligent und wortgewand, um nur einige zu nennen :o) ], aber ich hätte Morgan nicht anders haben wollen. Und wenn man seine perfekte Fassade genauer betrachtet, entdeckt man viele durchaus zwiespältige Gefühle in diesem Charakter. Was ihn mir persönlich menschlicher erscheinen ließ und wesentlich sympathischer machte. Alles in allem hat mir der Hauptdarsteller gefallen und der Geschichte ihren eigenen Touch verliehen. Liegt vielleicht daran, dass ich einige ironische Kommentare durchaus witzig fand *schmunzel*

Leider gibt es auch einiges zu bemängeln. Im Nachhinein finde ich den Titel etwas irreführend, da es sich nur anfangs um ein Schwert dreht. Das Hauptaugenmerk liegt aber ganz woanders. Worauf genau, wird dem Leser leider sehr spät bewusst. Zuviele Dreh und Angelpunkte...

Auch fiel mir das Mystische / Geschichtliche zum Ende hin ein wenig. Zwar sind die vielen Andeutungen auf historische Ereignisse, Orte und Personen sehr schön in die Story integriert und untermalen das Ganze mit den entsprechenden Details - gerade für einen Geschichtsliebhaber wie mich - doch kommt das Ende zu schwach daher. Es bleibt ein kleiner, bitterer Nachgeschmack, dass etwas fehlt. Die Vorfreude darüber, dass man zusammen mit den Protagonisten etwas Spannendes und Einzigartiges erlebt bzw. entdeckt, klingt schnell ab und die anfängliche Spannung schwächelt. Leider ist genau das der zentrale Punkt bei Romanen über Abenteuer und Schatzsuche.

Soviel Potenzial wurde beruhend auf Mythen und Sagen aufgebaut und doch meiner Meinung nach bei Weitem nicht voll ausgeschöpft. Die Spannung wurde stetig aufgebaut und man wartet voller Erwartung, was da noch kommen mag. Und plötzlich hat man die letzte Seite in der Hand... Mir fehlte zum Ende hin einfach der große Knall, das Aha Erlebnis.

Nichtsdestotrotz ein angenehmer und gut zu lesender Abenteuerroman. Meine Vorfreude auf den nachfolgenden Band ist ungetrübt, in der Hoffnung dort ein wenig mehr von der Mytsery zu finden und einige Fragen beantwortet zu bekommen. Wer weiß, vielleicht lässt der Autor seinen Leser genau deshalb im Unklaren zurück und die Fortsetzung kann noch mit einigen Überraschungen aufwarten...

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