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Die Magier von Montparnasse
von Oliver Plaschka

Genre: Fantasy
Reihe: ----
Verlag: Hobbit Presse bei Klett-Cotta (2010)
Sprache: deutsch
übersetzung: ----
ISBN: 978-3608938746
Bindung: Hardcover
Seiten: 400
Kurzbeschreibung: Justine, die junge Kellnerin des »Jardin«, der bärbeißige Wirt Alphonse und der glücklose Schriftsteller Gaspard - keiner von ihnen weiß, warum sich plötzlich ein seltsames Dämmerlicht über Paris legt. Die geheime Société, die über alle Magie wacht, ist alarmiert und hat bereits ihre Vertreter entsandt, um den abtrünnigen Zauberkünstler Ravi und seine bezaubernde Assistentin Blanche zu bestrafen. Im »Jardin«, dem kleinen Hotel am Boulevard Raspail treffen sie schließlich aufeinander, um zu klären, was unerklärlich scheint. Der Kampf zwischen Wirklichkeit und Traum, der nun entbrennt, hält nicht nur Gaspard und Justine in Atem, sondern verschlingt die gesamte Stadt: Paris steht still, keine Glocke schlägt die Zeit. Das Pendel im Chor von Saint-Martin-des-Champs schwingt aus, und niemand weiß, ob sich die Welt noch dreht...
Erster Satz:
Die Ereignisse jenes Sonntags im September, die in ein solches Tohuwabohu münden sollten, dass später niemand seine Verwicklung in sie eingestehen mochte (besonders nicht die Mitglieder der Société Silencieuse), entzündeten sich an einer unbedeutenden Kleinigkeit, welche sich unglückseligerweise gerade zum Abschluss unserer sonst recht erfolgreichen Reihe von Vorstellungen im Bobino zutrug.
Rezension:
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, nachdem ich die Leseprobe gelesen habe. Positiv zu erwähnen ist die Aufmachung
des Buches. Das Cover ist sehr schön gestaltet und das beigelegte Lesezeichen eine tolle Beigabe.
Allerdings enden somit auch die positiven Eindrücke. Die ersten guten Eindrücke der Leseprobe konnten nicht dauerhaft
anhalten. Das Buch ist einfach nur langweilig. Erwartet habe ich ein wunderbares Paris der 20er Jahre und eine magische
Story. Leider wartet das Buch mit mühsamen Längen, verwirrenden Situationen, unausgereiften Charakteren und hochtrabendem
Geschwafel auf. Ich habe schon lange kein Buch mehr in der Hand gehabt, mit dem ich so lange gerungen habe und bei dem ich
mich regelrecht zum Weiterlesen zwingen musste. Insgesamt bin ich einfach nur enttäuscht.
Der Wechsel der Erzähler in Ich-Perspektive ist eine gute Idee, allerdings nur mangelhaft ausgereift. Dem Autor ist es leider
nicht gelungen, den Figuren eine entsprechende Tiefe und einen unverwechselbaren Stil zu verpassen. Das Einzige, was ich
Oliver Plaschka hoch anrechne, ist sein interessanter Schreibstil. Jedoch machen schöne Worte aus einer faden Geschichte noch
lange kein Lesevergnügen. Auf Spannung habe ich vergeblich gewartet und es stellte sich bei mir nichts weiter als dauerhafte
Verwirrung und Langeweile ein. Die Endlosschleife der Ereignisse, die nur aus verschiedenen Perspektiven geschildert werden
erinnern an "Und täglich grüßt das Murmeltier...".
Ebenso haben mich die seltsamen Aussagen, Dialoge und Analogien, besonders in Bezug auf
wohl biblische Ursprünge / Geschichten derart geärgert, dass es mich Überwindung gekostet hat, dass Buch nicht in die nächste
Ecke zu werfen. Wieso muss man versuchen etwas Geheimnisvolles mit derart aufgeblähtem Geschwafel zu erreichen? Das Resultat
war einfach nur ein großes Fragezeichen und eine entnervte Leserin, die sich fragt, ob der Autor selbst gelesen bzw. verstanden
hat, was er da vom Stapel gelassen hat. Ich habe damals "Faust" von Goethe sehr gern gelesen und konnte sehr gut zwischen den
Zeilen lesen. In diesem Buch jedoch ist der Versuch der tiefgründigen Schreibe aber ganz entschieden nach hinten losgegangen.
Den Schluss muss ich dem Autor aber wieder zugute rechnen, denn damit hat er mich dann doch noch überraschen können. Allerdings
bleiben nach dem Lesen des Buches viele Fragen ungelöst und allerhand Geschehnisse unerklärt. "Magisch, fantasievoll und spannend"
sind in diesem Fall mehr als unangebrachte Attribute...
Letztendlich wurden meine
Erwartungen in keinster Weise erfüllt und leider kann ich für dieses Buch keine Empfehlung aussprechen.
Bewertung:
Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars an den Klett-Cotta Verlag!

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