Menü |
Aktuelle Lektüre |
Statistik |
| Bücher gesamt: 197 Rezensionen: 47 Serien & Zyklen: 52 Ungelesen [SuB]: 209 Wunschliste: unzählbar Bibliographien: 9 |
Die Safranprinzessin
von Andrea Olsen

Genre: Historisch
Reihe: ----
Verlag: Knaur (2005)
Sprache: deutsch
übersetzung: ----
ISBN: 978-3426633175
Bindung: Taschenbuch
Seiten: 606
Kurzbeschreibung:
Auf der Suche nach sich selbst, reist Marciella Merelli, die Tochter eines venezianischen Marchese und Liebhaberin
kostbarer Gewürze, Ende des 19. Jahrhunderts nach Hamburg und schließlich sogar nach Sansibar. Begleitet wird sie von
dem Araber Hafis, der sich in Venedig in ihre Dienste gestellt hat und sich in Marciella verliebt...
Rezension:
Also ich weiß nicht genau, was ich von diesem Buch halten soll. Jetzt, wo ich die letzten Seiten ausgelesen habe,
finde ich es gar nicht so schlecht. Es bleibt aber irgendwie eine Unstimmigkeit, ein fahler Geschmack über...
Fangen wir damit an, dass die Kurzbeschreibung auf dem Buchrücken überhaupt nicht mit dem Inhalt überein stimmt. Was
dazu führt, dass man sich erstmal ein ganz anderes Bild von der Geschichte macht. Der erste Einstieg ins Buch wirkt
auf mich stilistisch gelungen. Allerdings werden bedeutungsvolle Elemente nicht einfach daher geschrieben, sondern in
eine angeblich hochwertige Wortwahl verpackt, um dem Ganzen das gewisse Etwas zu verleihen - an sich eine gute Idee.
Zumahl ich so etwas normalerweise zu schätzen weiß - Rafinesse statt Plumpheit. Die Folge dessen ist jedoch, dass die
Metphaern so blumig wurden, dass alles nur noch angeschwollen wirkt und der eigentliche Sinn verloren geht. Kurzum: es
nervt! Weiterhin ist das Buch vollgepackt mit Pedophilen, seelisch Gestörten und sonstigen Erbärmlichkeiten. Mir fiel
es schwer, die Charaktere ernst zu nehmen, da jeder irgendeine Macke hat oder ein Missbrauchsopfer ist oder aus der
Heimat vertrieben wurde oder seelische Makel hat oder oder oder... Die unglaubliche Anhäufung an Charakteren, die
unbedingt alle ein schwerwiegendes Leiden in ihrem Leben zu verkraften hatten, mindert das Vergnügen des Lesens und
die Glaubwürdigkeit der Geschichte.
Nachdem es inhaltlich so vor sich hindümpelte und kaum Spannung vorhanden war, lag das Buch einige Zeit unberührt
herum, bevor ich mich wieder aufraffen konnte weiterzulesen. Zwar wurde es nicht wesentlich spannender, aber die
Geschichte gewann ab 2/3 wieder an Normalität, sodass man sich gut voranlesen konnte. Daher bin ich geneigt, zum Ende
zu behaupten, dass die Geschichte an sich ganz nett ist. Die groß angekündigte Liebesgeschichte geht in meinen Augen
total unter. Die meiste Zeit sind die beiden Hauptfiguren getrennt oder leben aneinander vorbei. Zum Ende hin wird
angedeutet, dass die Beiden sich endlich gefunden haben und wohl glücklich sind. Sicherlich wollte die Autorin eine
ganz besondere Art der Liebe darstellen, aber die Erwartungen aufgrund von Klappentext usw. blieben unerfüllt. Wie
gesagt, ich weiß nicht, was ich davon halten soll...
» zurück