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Die Silberwölfin

  

von Alice Borchardt

Genre:  Fantasy / Historisch
Reihe:  1. Teil Silberwölfin Trilogie
Verlag:  Blanvalet (1998)
Sprache:  deutsch
übersetzung:  Michaela Link
ISBN:  978-3442352869
Bindung:  Taschenbuch
Seiten:  576


Kurzbeschreibung: Die junge Regeane wird im mittelalterlichen Rom von Gundabald, dem Bruder ihrer verstorbenen Mutter gefangengehalten. Karl der Große wünscht sie eines Tages mit seinem Lehnsmann Maeniel zu verheiraten. Doch die junge Frau verbirgt ein Geheimnis: die Fähigkeit zur Gestaltwandlung. Bei Entdeckung droht ihr der Scheiterhaufen. Da begegnet sie auf einem nächtlichen Streifzug einem geheimnisvollen Wolf...


Erster Satz:

Die Sonne ging unter.


Rezension: In "Die Silberwölfin" wird der Lebens- und Leidensweg der beeindruckenden Regeane beschrieben, die ein gefährliches Geheimnis hütet. Von der eigenen Familie als Monster behandelt und für habgierige Zwecke des Onkels vorgesehen, kämpft sie für ihre Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben.

Die Geschichte ist eine Mischung aus phantastischen und historischen Elementen und sowohl schön als auch detailgenau erzählt. Die Mischung aus historischem Rahmen und paranormalen Elementen, wie beispielsweise die Gestaltwandlung, hat mir besonders gut gefallen. Die hervorragende plastische Schreibweise der Autorin ermöglicht dem Leser eine genaue Vorstellung des Lebens im mittelalterlichen Rom, der teils wirklich ekelhaften Krankheiten oder der äußerst realistisch beschriebenen Verwandlung in einen Wolf. Aufgrund dessen, kann das Buch durchaus fesseln und beeindrucken. Insgesamt hält der Leser einen gut geschriebenen, leicht lesbaren, spannenden Roman in den Händen.

Jedoch gibt es einige Punkte, bei denen das Buch nicht überzeugen konnte. Zum einen finde ich persönlich den Klappentext unnötig gewählt, da er zuviel vom Ausgang des Buches verrät und das Lesevergnügen trübt. Des Weiteren liegt nicht wie erwartet eine Liebesgeschichte vor. Regeane und Maeniel treffen sich erst zum Ende des Buches und lediglich seichte Romantik kennzeichnet die Szenen der beiden. Abschließend muss ich noch die Schreibweise der Autorin kritisieren. Zwar schreibt sie sehr realistisch und detailverliebt, jedoch ziehen sich einige Szenen unnötig in die Länge und es wird nicht ersichtlich, worauf die Autorin hinaus will. So wird dem Leser einiges an Ausdauer und Durchhaltevermögen abverlangt.

"Die Silberwölfin" ist ein angenehmer histo-phantastischer Roman, mit einer zarten Romanze im mittelalterlichen Rom gepaart mit der Mystik der Werwölfe.

Bewertung:

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